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Elektromobilität Zug | Elektromobilität verstehen: Steckertypen und Ladeinfrastrukturen
In Bezug auf die verschiedenen Steckertypen und Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge liegt nach wie vor viel Unklarheit in der Luft. Unser Vereinsmitglied, Dave Schacher, schafft mit diesem einleitenden Beitrag der Blogserie «Elektromobilität verstehen» Klarheit darüber.
Elektromobilität, E-Ladestation, Elektroauto, Elektromotorrad, emobilzug
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Mit dem E-Motorrad durch die Schweiz, Österreich und Norditalien

Wer sehnt sich in den kalten Wintermonaten nicht nach Wärme? Unser Vereinsmitglied, Victor Zoller bringt mit seinen Erfahrungsberichten den Sommer zurück – zumindest für ein paar Minuten.

Seit einem Jahr fahre ich ein elektrisches Motorrad Zero SR. Dessen Fahrleistungen und das leise, abgasfreie Gleiten sind überwältigend. An der WAVE Switzerland 2019 und auf einer Tour durch die Dolomiten und Norditalien hat das Motorrad seine Reisetauglichkeit bestens bewiesen. Die 4000 Kilometer waren auch dank einem bereits gut ausgebauten Ladenetz eine tolle Erfahrung.

Erstmals nahm ich mit meinem E-Motorrad an der diesjährigen WAVE Trophy Switzerland, der grössten Elektromobilitätsveranstaltung der Welt teil. 60 Teams mit E-Bikes, E-Motorrädern, E-Leichtmobilen, E-Limousinen, einem auf Elektroantrieb umgebauten Oldtimer und einem elektrischen Sattelschlepper fuhren während einer Woche durch alle Schweizer Kantone eine Route von 2000 Kilometer ab. Unterwegs wurden Schulen besucht, Gemeinde-, Stadt- und Kantonsbehörden begrüsst und ökologisch innovative Firmen und Betriebe kennengelernt. Vor Ort und in den Medien stiess die einwöchige Trophy auf reges Interesse. Der Erfahrungsaustausch unter den Teams war sehr interessant und bereichernd.

Doch die Schweiz alleine reichte nicht, mein E-Motorrad lernte auch Österreich und Italien kennen. Die ebenfalls 2000 Kilometer lange Reise mit meinen alten Töff-Freunden durch die Dolomiten und Norditalien war eindrücklich und bleibt unvergesslich. Das lautlose und abgasfreie Gleiten über die Pässe in einer überwältigenden Bergwelt, durch die abwechslungsreiche Poebene und durch das angenehm hügelige Piemont war einmalig.

Auf der äusserst selten benutzten Autobahn bin ich mit circa 100 Kilogramm Nutzlast und mit 100 bis 120 km/h etwa 180 Kilometer weit gekommen. Wir befuhren überwiegend Überland- und Passstrassen. Dort kam ich 220 bis 240 Kilometer ohne Ladestopp aus. Die Rekuperation beim Abwärtsfahren ist eindrücklich und effizient. Zudem konnte ich mich auf ein unerwartet gut ausgebautes Ladenetz mit Stationen in den italienischen Stadtzentren verlassen: Lediglich per Smartphone-App von evway eine Station suchen, dorthin navigieren, freischalten, T1 oder T2 anstecken und prepaid abrechnen. So absolvierte ich maximal 300 Kilometer lange Tagesetappen mit Ladepausen während dem Mittagessen oder einem halbstündigen Kaffee problemlos. Über Nacht konnte ich zudem bei allen Gasthäusern, teilweise in deren Tiefgaragen an einer 230 V/10 A-Steckdose, mit Schuko- beziehungsweise Italienadapter kostenlos laden. Sowohl die WAVE wie auch die Reise durch Österreich und Italien waren insofern für mich ein wahres Vergnügen und unvergessliches Erlebnis. 


WAVE Switzerland 2019

enel-Ladestation in Pavia

Quellen

Evway. Home. Abgerufen von https://evway.net/

Victor Zoller (2019). Schon am Ziel in Zug. Abgerufen von http://www.vizo.ch/wave

Zero Motorcycles. Home. Abgerufen von https://www.zeromotorcycles.com/de/

Zero Race GmbH. Home. Abgerufen von https://wavetrophy.com/wave/switzerland-2019/